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Client-/Server-Architektur und Internet

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W3C

Ein weiteres wichtige Standardisierungsgremium ist das W3C. Es beschäftigt sich mit allen offiziellen WWW Standards. Gegründet wurde es im Oktober 1994 am Massachusetts Institute of Technology,Laboratory for Computer Science [MIT/LCS] von Tim Bernes-Lee, dem "Erfinder" des WWW. Neben dem MIT ist das W3C ferner noch bei der INRIA (Institut National de Recherche en Informatique et Automatique) und der Keio University of Japan angesiedelt. Die Mitglieder kommen aus der Forschung und der Industrie und Zahlen einen Jahresbeitrag (Forschungsinstititionen ca. 5000$, Industrie ca. 500.000$).

Motivation für die Gründung des W3C war eine schnellere Arbeitsweise als die der IETF. Die vom W3C verabschiedeten Standards werden Recommendations genannt. Die Recommendations werden im allgemeinen sehr früh und weit vor bestehenden Produkten verfasst.

W3C Aktivitäten

Während anfangs die Standardisierung von HTTP und HTML die Hauptaufgaben des W3C waren, beschäftigt es sich heute mit breiteren Themen:

  • Standardisierung von E-Commerce (Micropayment)
  • Elektronische Signaturen
  • Graphik: PNG, SVG
  • Metainformation RDF (Resource Description Framework)
  • XML
  • ...
Gerade XML scheint sich beim W3C (und auch in der Industrie) als Grundlage vieler neuer Standards durchzusetzen.

Offene- vs. Industriestandards

Offene Standards

Offene Standards, wie jene von der IETF und vom W3C, bieten viele Vorteile aber auch einige Nachteile gegenüber de facto Standards einzelner Firmen.

Ein vorteil ist die Hemmung von Monopolbildung, da es jedem potentiellen Konkurrenten erlaubt ist ein eigenes standardkonformes Produkt auf den Markt zu bringen. Dies fördert auch das Vertrauen dritter in solch eine Technologie, da die vitalität eines Standards nicht an die eines einzelnen Unternehmens gebunden ist. Ferner ist es jedem möglich sich an der Weiterentwicklung eines Standards zu beteiligen, wodurch prinzipiell mehr Entwicklungspotential in offene Standards fliesst, wodurch sie qualitativ ausgereifter sind.

Nachteilig ist jedoch die meist langsamere Entwicklung, da konkurrierende Gremienmitglieder einen Konsens finden müssen. Es gibt quasi keine "Verordnungen von Oben" denen Folge zu leisten sind.

De facto Standards

"De facto" Standards kommen meist aus der Industrie. Sie sind meist an spezielle Produkte gebunden. Für proprietäre Client-/Serverprodukte ist die Strategie meist den Browser kostenlos zur verfügung zu stellen und an den Authorenwerkzeugen zu verdienen. Der größte Vorteil besteht sicher in der schnellen Entwicklung und in der guten Integration des Standards in ein Reales Produkt.

Nachteile sind meist die schlechte Erweiterbarkeit und die Tatsache, daß die Qualität sich nur empirisch feststellen läßt und nicht verifizierbar ist. Bekannte "de facto"-Standards im WWW sind

  • Acrobat PDF (Adobe)
  • GIF (von Compuserve, jetzt AOL/TimeWarner)
  • Flash (Macromedia)
Die meisten proprietären nicht offen Spezifizierten Standards werden im laufe der Zeit bei zunehmender Beliebtheit offen Spezifiziert, bleiben meist aber doch in der Hand einzelner Unternehmen (z.B. Flash, PDF...)



  
Microsoft Excel-Programmierung - Das Handbuch
von Microsoft Deutschland GmbH
Siehe auch:
Excel-VBA programmieren (Studentenausgabe)
von Michael Kofler
Excel-VBA Kompendium, m. CD-ROM
von Bernd Held
Excel-VBA in 14 Tagen. Schritt für Schritt zum Profi
von Bernd Held
Microsoft Excel VBA - einfach klipp und klar.
von Monika Weber
 
    
     
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