Title:

Client-/Server-Architektur und Internet

Home
deutsch
  
ISBN: 3898643727   ISBN: 3898643727   ISBN: 3898643727   ISBN: 3898643727 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 


Internet

Im nun folgenden zweiten Teil dieses Referats möchte ich das Internet vorstellen. Zuerst eine kleine Begriffsklärung gefolgt von der grundlegenden Architektur des Internets. Anschliessend soll es einen kleinen Überblick über die Geschichte geben, gefolgt von Beschreibungen aktueller und historisch relevanter Dienste. Abschliessend soll die wichtige Rolle offener Standards und einige Standardisierungsgremien vorgestellt werden.

Begriffe

Unter einem "internet" (kleines "i") versteht man einen durch Router geknüpften Verbund verschiedener Netzwerke. Ein Netzwerk stellt hier einen Verbund von Geräten dar, welche mittels einer physikalischen Verbindung (das Medium, Luft oder Kabel, ist egal) miteinander Kommunizieren können. Jedes Gerät/jeder Knoten in einem Netzwerk ist direkt in der Lage mit einem anderen Gerät zu kommunizieren, und üblicherweise sind alle Nachrichten auch an allen Knoten des Netzwerkes verfügbar. Die einzelnen Knoten filtern also die für sie relevanten Daten aus dem Medium heraus, Kommunikation kann nur im einklang mit den Partnern stattfinden. Das Stören des Mediums (z.B. trennen der Leitung) führt teils zur Unterbrechung aller Kommunikation im Netzwerk. Ein Router stellt eine Verbindung zwischen mehreren Netzwerken dar. Für alle Klassen von Nachrichten (über Adressen oder Teile von Adressen klassifiziert) für welche es im Netzwerk keinen Kommunikationspartner gibt ist ein Router verantwortlich. Als Teil eines anderen (u.U. hierarchisch höheren) Netzwerks, leitet er die Nachrichten an einen anderen Router weiter, welcher der Zieladresse (konzeptionell) näher ist. Prinzipiell sind beliebig viele solche Weiterleitungsschritte denkbar. Wichtig ist hierbei, daß es üblicherweise mehrere Pfade für eine Nachricht über verschiedene Router auf dem weg zu ihrem Ziel geben kann. Anhand von Prioritäten entscheidet ein Router an welchen anderen Router eine Nachricht geleitet wird. Dieses Konzept macht ein "internet" robust gegen den Ausfall einzelner Bereiche - es gibt immer mehrere Wege ans Ziel (ausser das Zielnetzwerk selbst fällt aus).

Die Vielfältigkeit der möglichen Routen ist wohl der wichtigste Aspekt eines internets und nicht zuletzt durch den Einfluss militärischer Forschung an den Ursprüngen des internets begründet. Das erste internet war ein kooperatives militärisches- und akademisches Projekt (zusammenschluss des MILnet und des ARPAnet)

Das "Internet" (grosses "I") ist das grösste weltweite internet. In Realität hat sich das Internet hierarchisch drei geteilt. Die Endknoten (und Blätter) dieser Hierarchie befinden sich in sogenannten Stub Netzwerken (wie beispielsweise dem LRZ - Leibnitz RechenZentrum). Die Stub Netzwerke befinden sich in einem sog. "Mid-level network" Verbund (z.B. NEARnet, DFN -Deutsches ForschungsNetz), welche meist nationales Ausmass haben. Global werden die "Mid-level networks" von "Backbone" Netzen (wie Beispielsweise dem Ultranet) verbunden. Nichts (ausser evtl. den Finanziellen Mitteln ;-) verhindert jedoch die direkte Verbindung eines Stub Netzwerks mit einem Backbone, oder sonstige "Verletzungen" dieser Hierarchie.

Grundlegende Architektur

Die Kommunikation im Internet läuft über ein Schichtenmodell von Protokollen. Vergröbert kann man von drei Schichten ausgehen:
  1. Netzwerkschicht: IP (InternetProtocol, siehe RFC 0791)
  2. TransportSchicht
    • TCP (TransferControlProtocol, verbindungsorientiert, siehe RFC 0793)
    • UDP (UserDatagramProtocol, verbindungslos, siehe RFC 768)
  3. Anwendungsschicht (Dienste wie DNS, FTP, HTTP, SMTP...)
Die Netzwerkschicht als unterste Schicht bietet die möglichkeit Pakete zu adressieren. Da jedes Gerät im Internet eine eindeutige Adresse bekommt, sind Pakete über diese Adresse adressierbar. Man nett sie IP-Adresse und es handelt sich dabei um eine vier Byte lange Adresse (vier Zahlen im Bereich von 0 bis 255, z.B. 129.187.214.131). Pakete stellen die Nachrichteneinheit in der Netzwerkschicht dar. Die Transportschicht abstrahiert über die Paketsicht hinweg. Man kann nun Nachrichtenströme oder Mengen von Nachrichtenpaketen an ein Ziel adressieren - TCP sorgt für den Transport der einzelnen Nachrichtenpakete in beliebiger Reihenfolge und den ordnungsgemäßen Zusammenbau am Ziel. In der Anwendungsschicht werden die Nachrichten nun semantisch behaftet: aus Paketströmen werden nun E-Mail, Webseiten oder Dateien bzw. Protokolle zum Transfer dieser Objekte.

 

  
Handbuch der Software-Architektur. (Gebundene Ausgabe)
von Ralf Reussner,
Wilhelm Hasselbring
Siehe auch:
Software-Architektur. Grundlagen - Konzepte - Praxis
von Oliver Vogel
Moderne Software-Architektur. Umsichtig planen, robust bauen mit Quasar.
von Johannes Siedersleben
Modellgetriebene Softwareentwicklung. Techniken, Engineering, Management
von Thomas Stahl
Enterprise SOA. Service Oriented Architecture Best Practices (Coad)
von Dirk Krafzig
 
    
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Computer/Informatik

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum